Concert Hall Edition – Philharmonie de Paris
Mit der Concert Hall Serie widmet Steinway & Sons jeweils einen limitierten Konzertflügel einem der großen Konzerthäuser der Welt. Das Pariser Kapitel dieser Reihe wurde am 22. Mai 2024 in der Philharmonie de Paris vor mehr als 300 Gästen und Pressevertretern enthüllt. Die Premiere übernahm der Steinway Artist Bertrand Chamayou mit einem Programm von Debussy bis Ravel.
Das Vogelmosaik als Bildsprache
Grundlage der Edition ist das Steinway-Modell B-211, der mittlere Konzertflügel des Hauses. Das Bildmotiv greift die markante Aluminium-Fassade der Philharmonie de Paris auf – jenes ineinandergreifende Vogelmosaik, das die Architektur von Jean Nouvel zur Signatur des Gebäudes gemacht hat. Auf der Lackoberfläche des Flügels verdichtet sich dieses Muster zu einer ruhigen, flächigen Komposition, die sich über Deckel, Korpus und Stützelemente zieht. Die Lackierung wurde im Steinway-Stammwerk in Hamburg umgesetzt – einem der wenigen Orte, an denen externe Designer überhaupt am Instrument arbeiten dürfen.
Aufbau und Oberfläche
Die Veredelung folgt dem mehrschichtigen Prinzip, das auch andere Schrammwerk-Arbeiten an Steinway-Instrumenten prägt: ein hauseigener Steinway-Basislack als Träger, darüber die in mehreren Durchgängen aufgebaute Bildebene, abgeschlossen mit handpoliertem Klarlack. Anders als die goldgesättigten Palma-Aurea-Projekte arbeitet die Philharmonie-Edition mit einer architekturnahen, zurückhaltenden Farbpalette. Das Instrument trägt das Motiv, ohne es zu überlagern – die Lackoberfläche bleibt Konzertflügel zuerst, Designobjekt zweitens.
SPIRIO | r als Teil der Edition
Wie jedes Instrument der Concert Hall Serie ist auch die Pariser Ausgabe mit SPIRIO | r ausgestattet, dem hochauflösenden Reproduktions- und Aufnahmesystem von Steinway. Konzerte lassen sich damit präzise aufzeichnen und zu einem späteren Zeitpunkt identisch wiedergeben; die SPIRIO-Bibliothek bringt zusätzlich Aufnahmen internationaler Künstler an das Instrument. Bei der Enthüllung in Paris übernahm SPIRIO | r nach Chamayous Konzert den Übergang zur Cocktail-Stunde auf der Terrasse – der Flügel spielte sich selbst weiter.
Die Pariser Ausgabe reiht sich neben Arbeiten wie der Steinway Dubai Edition und dem Palma-Aurea-Konzertflügel in eine Folge von Schrammwerk-Projekten ein, in denen großformatige Lackoberflächen direkt am Konzertinstrument entstehen – jeweils in enger Abstimmung mit dem Hamburger Werk.

